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Verein für Deutsche Spitze e.V.
Gruppe München



Wanderung 19. April 2009
Oberschleißheim/Feldmoching

Text: B. Schweikl


Unsere Frühjahrswanderung führte uns heuer in den Münchner Norden. Unsere Mitglieder aus dem Münchner Umland, dem Westen und dem Norden konnten sich daher über eine kurze Anreise freuen. Aber wir konnten auch einige von weiter angereiste Wanderwillige begrüßen! Wir trafen uns um 13 Uhr bei der Ruderregattastrecke. Leider haben zwei Mitglieder den Treffpunkt nicht bzw. nicht rechtzeitig gefunden. Das tut uns sehr leid, und wir hoffen, das hat den Umherirrenden den Nachmittag nicht allzu sehr vermiest. Wenn wir wieder dort wandern sollten, werden wir eine andere Wegbeschreibung anfordern. Denn schön ist diese Gegend zum Spazierengehen wirklich!

Fotos von F. und B. Schweikl, B. Hubert und J. u. S. Seier - DANKE!

Zuerst warfen wir natürlich einen Blick auf die Ruderregattastrecke, neben der wir die Autos bequem parken konnten. Diese Anlage befindet sich zwischen Karlsfeld und Oberschleißheim und wurde für die Ruderwettbewerbe der Olympischen Spiele 1972 ausgebaggert. Die Wege unmittelbar daneben sind beliebt bei Spaziergängern, Radfahrern und Inlineskatern, daher schlugen wir uns gewissermaßen in die Felder!

Na, geht da einer stiften? (nein, nur einen kleinen Umweg...) Im Hintergrund sieht man den Damm der Ruderanlage.

Wir waren durchweg erstaunt, dass es in unmittelbarer Nähe Münchens so große und weitläufige unbebaute Gebiete gibt!



auf gehts!

Wir waren fast 30 Teilnehmer!

Früher gab es hier vor allem Streuwiesen. Das sind Feuchtwiesen, auf denen das Gras nicht wie man es sonst kennt zur Verfütterung geschnitten wurde, sondern vielmehr als Einstreu für den Kuhstall. Gemäht wurde nur einmal im Jahr, im Herbst. Sie wurden auch nie gedüngt. Auf diese Weise boten sie reichlich Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Der Moorcharakter der Gegend ist noch deutlich zu erkennen, obwohl auch hier inzwischen hauptsächlich Kulturlandschaft zu finden ist und die Natur nur mehr wenige Rückzugsplätze hat. Die früher brachliegenden Flächen werden bepflanzt, gedüngt oder trockengelegt.

die ersten sind schon müde...
Die Sonne strahlte herrlich und ließ uns immer wieder zum Himmel blicken: wir konnten die Segelflugzeuge vom nahen Flugplatz Oberschleißheim starten und landen sehen, Kiebitze flogen einige Stockwerke tiefer abenteuerliche Kurven, und Feldlerchen sangen aus Leibeskräften und mussten sich gleichzeitig mit dem lebhaften Wind abmühen. Auch ein großes Rudel Rehe konnten wir beobachten.
Ein steter Wind blies uns kräftig durch. Auch die Spitze hatten eine Sturmfrisur! Dafür war es nicht zu heiß und nicht nicht zu kalt - grade richtig eben!

Nicht-Spitz Heidi gehört immer dazu

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Kleinen flitzen können!
Die Kinder hatten an diesem Tag einen schönen Abschluss der Osterferien. Wolfsspitzhündin Lyra mit ihren 11 Jahren ist noch eine frische Wandersfrau!
Ein Stück entlang des Würmkanals und dann wieder durch die Felder ging es zurück zum Parkplatz. Wer nicht mehr wollte oder konnte, nahm das Auto für das letzte Stück des Weges. Es führte uns am Rand des Schwarzhölzls vorbei. Vor 200 Jahren war dies ebenfalls noch eine Streuwiese, auf der Pfeifengras und einzelne Kiefern wuchsen. Als sich die Mahd nicht mehr rentierte, pflanzten die Förster um 1850 verstärkt Kiefern an, die mit ihren dunklen Schirmen dem Schwarzhölzl seinen Namen gaben.
Erst im Jahr 1994 wurde das Schwarzhölzl unter Naturschutz gestellt. Unter anderem findet man hier noch seltene Orchideen. Das Gebiet hat aber unter dem künstlich gesenkten Grundwasserspiegel zu leiden. Die Wasserratten unter unseren Hunden fanden aber gleich eine Stelle zum Baden!
Nach der Wanderung lud uns unser Mitglied Monika Ries zu einem Imbiss ein. Sie hat am Rand des Schwarzhölzls einen schönen Reitstall. Es gab Salate, Leberkäse, Würstl, Kaffee und Kuchen zum Selbstkostenpreis.

Wir saßen so gemütlich vor ihrem Reiter-Stüberl, dass wir es noch viel länger ausgehalten hätten!
Auch für die Hunde war etwas zum Gucken geboten. Nicht nur, dass Pferde vorbeigeführt wurden - die heimischen Katzen und Hähne wussten sehr genau, wie weit die Leinen reichten, und stolzierten sehr provozierend herum!

"Hausherrin" Megan fand nach erster Aufregung in Lucky einen feschen Wolfsspitzmann zum Schmusen!

als Vorsitzenderhund hat man halt einen Wassereimer für sich...
zum Abschluss noch ein paar tolle Spitzporträts
von Barbara Hubert!